Top User
Beschreibung
Mit dem Terminus Folk wurden schon viele böse Spiele getrieben, doch man kann durchaus einige Merkmale festhalten, die dem Genre ureigen sind. Basierend auf akustischen Instrumenten verbindet das Folkgenre allerhand traditionelle Elemente, arrangiert diese neu und lässt sich von ihnen inspirieren. Dabei geht der Folk nicht zuletzt auf Musikrichtungen zurück, die ihren Weg von den britischen Inseln auf das amerikanische Eiland fanden. Dort entwickelte sich diese Mixtur vor allem im Süden und im Raum der Appalachen, aber auch in Nova Scotia, immer weiter und nahm zahlreiche Einflüsse aus der ganzen Welt auf. Die Hochzeit des Folk sollte ab den Vierziger-Jahren einsetzen, als junge Amerikaner sich mehr und mehr für die „Rootsmusik“ ihres Landes interessierten und Sänger wie Woody Guthrie oder Pete Seeger zu gefeierten Stars avancierten. Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts bot der Folk Stilen wie Bluegrass, Old Time, Cajun, Gospel und Country Blues ein Zuhause. Diese Musikarten richteten sich vor allem an die hart arbeitenden Landbewohner, gewannen aber durch den Rundfunk bedingt eine breitere Zuhörerschaft und setzten auf die Kombination von Gesang, Gitarre, Schlagzeug, Banjo und anderen, mit Saiten bespannten Instrumenten. Natürlich gilt dies nur bis zum Beginn der explosionsartigen Entwicklung des New Folk und Folkrock in den Sechzigern, die bis heute anhält. Seitdem hat der Folk alle Schranken von Klasse, Hautfarbe und Geographie überwunden und verblüfft immer wieder durch Aktualität.



